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EA-Evaluierung der DAkkS

Evaluierungsprozess noch nicht erfolgreich abgeschlossen

Nachfrist bis Ende Dezember
Pressemitteilung,

Die Europäische Akkreditierungsorganisation (EA) konnte Anfang Oktober den turnusmäßigen Evaluierungsprozess der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) noch nicht abschließen. Das zuständige Gremium räumt Deutschland eine Nachfrist bis Ende Dezember ein, um zwei Beanstandungen zu korrigieren. Allerdings kann die DAkkS die Beanstandungen des Evaluierungsteams nicht selber beheben.

Die beiden offenen Abweichungen beziehen sich auf Entscheidungen, die zwei Bundesministerien durch die Übertragung ihrer Aufsicht über die DAkkS an ihnen nachgeordnete Behörden getroffen haben. Wirksame Korrekturmaßnahmen zur Schließung dieser Abweichungen können nur von den zuständigen Bundesministerien veranlasst werden, weil dies Änderungen in der Ausgestaltung und Durchführung der Aufsicht über die DAkkS voraussetzt.

Die erfolgreich absolvierte Evaluierung ist Voraussetzung dafür, dass eine nationale Akkreditierungsstelle Unterzeichnerin des EA „Multilateral Agreement“ (EA MLA) ist. Durch dieses Abkommen werden die Akkreditierungen der nationalen Akkreditierungsstellen als international gleichwertig anerkannt. Für den internationalen Handel stellt diese gegenseitige Anerkennung von akkreditierten Konformitätsbewertungen zudem sicher, dass Produkte und Dienstleistungen in den jeweiligen Ländern nicht erneut kostenintensiv zertifiziert oder geprüft werden müssen, um sie in den Markt einführen zu dürfen.

Der MLA-Status der DAkkS als Deutschlands nationale Akkreditierungsstelle hat durch die einhergehende internationale Anerkennung von Akkreditierungen und Konformitätsbewertung eine erheblich wirtschaftliche Bedeutung, insbesondere für die deutsche Exportindustrie und die Verkehrsfähigkeit deutscher Produkte.

Durch die aktuelle Entscheidung von EA ergeben sich derzeit für die Tätigkeit der DAkkS und ihren MLA-Status noch keine Einschränkungen oder Änderungen. Um die EA-Evaluierung der DAkkS erfolgreich abzuschließen und den MLA-Status beizubehalten, müssen die zuständigen Bundesministerien nun bis zum Jahresende geeignete Maßnahmen ergreifen.

DAkkS-Pressestelle

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T: +49 (0) 30 670591-954

Sebastian Rothe
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