DAkkS stärkt Zusammenarbeit auf der 5. Jahrestagung der deutsch-mexikanischen Arbeitsgruppe für Qualitätsinfrastruktur in Mexiko
Im Rahmen des „Globalprojekts Qualitätsinfrastruktur“ (GPQI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) nahm die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) im Januar 2026 an der 5. Jahrestagung der deutsch-mexikanischen Arbeitsgruppe für Qualitätsinfrastruktur (QI) und weiteren begleitenden Terminen in Querétaro und Mexiko-Stadt teil. Die Delegationsreise bot eine wertvolle Gelegenheit für einen intensiven Austausch zwischen deutschen und mexikanischen Akteuren der Qualitätsinfrastruktur. Im Fokus standen die fortschreitende Digitalisierung und die Förderung interoperabler Systeme.
Ziele und Themen der Jahrestagung
Das Hauptziel der gemeinsamen Woche in Mexiko war es, die Zusammenarbeit im Bereich der Qualitätsinfrastruktur zwischen Deutschland und Mexiko zu vertiefen, insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung und die Schaffung interoperabler Systeme.
Die deutsche Delegation wurde von Dr. Ole Janssen, Leiter der Unterabteilung für digitale Wirtschaft und Qualitätsinfrastruktur des BMWE, geleitet und setzte sich aus hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern führender deutscher Institutionen im Bereich der Qualitätsinfrastruktur zusammen. Neben der DAkkS waren das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) und die Deutsche Kommission Elektrotechnik, Elektronik & Informationstechnik in DIN und VDE (DKE) vor Ort.
Kernstück der Delegationsreise war die Jahrestagung am 22. Januar 2026 mit dem mexikanischen Wirtschaftsministerium (Secretaría de Economía), die auf mexikanischer Seite von Andrea Genoveva Solano Rendón, Leiterin der Abteilung für Regulierung, Wettbewerbsfähigkeit und Wettbewerb, geleitet wurde. Zum Abschluss der Jahrestagung wurde ein gemeinsamer Arbeitsplan für die kommenden zwei Jahre verabschiedet. Im Rahmen der Reise besuchte die Delegation weitere wichtige mexikanische Institutionen der Qualitätsinfrastruktur und führte zahlreiche konstruktive Diskussionen.
DAkkS im Dialog zum digitalen Akkreditierungssymbol
Ein weiterer Höhepunkt der Delegationsreise war der Technical Exchange zur Initiative QI-Digital, bei dem Sabine Reinkober, Referentin für nationale und internationale Akkreditierungspolitik bei der DAkkS, die aktuellen Entwicklungen des digitalen Akkreditierungssymbols vorstellte. Als weltweit erste Akkreditierungsstelle stellt die DAkkS mit dem digitalen Akkreditierungssymbol akkreditierten Stellen und ihren Kunden eine fälschungssichere, maschinenlesbare und in Echtzeit verifizierbare Version des Akkreditierungssymbols zum digitalen Nachweis der Akkreditierung bereit. Damit unterstützt die DAkkS aktiv die digitale Transformation der Wirtschaft und leistet einen wichtigen Beitrag für eine lückenlose digitale Nachweiskette in der Qualitätsinfrastruktur zur Unterstützung eines globalen papierlosen Handelssystems.
Informationen zum digitalen Akkreditierungssymbol
In ihrem Vortrag unterstrich Sabine Reinkober die vorausgehende Kooperation mit der mexikanischen Akkreditierungsstelle Entidad Mexicana de Acreditación (ema) zur Interoperabilität und hob zudem die Verbindung zum Digitalen Produktpass hervor. Dieser digitale Datensatz für Produkte wird ab 2027 schrittweise EU-weit für verschiedene Produktgruppen verpflichtend eingeführt. Er bildet die Grundlage für den Austausch von digitalen Produktinformationen zwischen Wirtschaftsakteuren entlang der Lieferkette sowie für die Nachverfolgung im globalen Handel.
Treffen bei CENAM: Austausch mit dem mexikanischen Metrologieinstitut
Ein weiterer Höhepunkt der Reise war der Besuch des Nationalen Metrologieinstituts Mexikos (CENAM) in Querétaro. Während der Besichtigung und der Meetings vor Ort tauschten sich die Teilnehmer intensiv über die Themen Digitaler Produktpass, digitale QI-Tools, Batterien und Elektromobilität aus. Dabei unterstrich die DAkkS die Bedeutung einer engen internationalen Zusammenarbeit, um interoperable Lösungen zu entwickeln und die Qualitätssicherung in internationalen Handelsprozessen zu gewährleisten.
Zukunftsperspektiven: Digitalisierung als Schlüsselthema
Bei der Delegationsreise wurde einmal mehr die zentrale Rolle der Digitalisierung für die zukünftige Entwicklung der Qualitätsinfrastruktur unterstrichen. Durch den Austausch konkreter Initiativen und Best Practices konnten beide Länder ihre Perspektiven auf die digitale Transformation vertiefen.
Die DAkkS sieht ihre aktive Teilnahme am GPQI als einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer modernen und interoperablen Qualitätsinfrastruktur. Durch die Digitalisierung der Akkreditierungs- und Zertifizierungsprozesse soll nicht nur der internationale Handel erleichtert, sondern auch Innovationen im Bereich der digitalen Transformation vorangetrieben werden. Für die Etablierung einer zukunftsfähigen globalen Qualitätsinfrastruktur ist der weitere Austausch und die verstärkte Kooperation zwischen Deutschland und Mexiko als wichtigem Handelspartner in diesem Bereich von essenzieller Bedeutung.
Hintergrund Globalprojekt Qualitätsinfrastruktur (GPQI)
Mit dem GPQI fördert das BMWE seit 2017 die internationale Harmonisierung der Qualitätsinfrastruktur. Das Projekt wird aktuell mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in fünf Ländern (Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko) implementiert. Durch kontinuierliche bilaterale Fachdialoge unterstützt das GPQI den Abbau von technischen Handelshemmnissen und die Verbesserung der Produktsicherheit. Das Instrument der Akkreditierung trägt maßgeblich zur weltweiten Akzeptanz von Konformitätsbewertungsergebnissen bei und unterstützt den internationalen Handel. Die DAkkS engagiert sich daher seit vielen Jahren aktiv im GPQI.
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Sabine Reinkober
Referentin für nationale und internationale Akkreditierungspolitik | Stabsbereich Akkreditierungsgovernance, Forschung und Innovation