Kriminaltechnik Fachbereich im Überblick

Der Fachbereich Kriminaltechnik untergliedert sich in die Sachgebiete Allgemeine Biologie, Beschichtungsstoffe, Blutspurenmuster, Bodenkunde, Branduntersuchungen, Daktyloskopie, Elektronik, Elektrische Anlagen und Installationen (auch ortsveränderliche), Explosivstoffe und Zündmittel, Fahrzeug-Untersuchungen, Forensische Alkohologie, Forensische Chemie, Forensische Genetik, Forensische Linguistik, Forensische Phonetik, Forensische Toxikologie, Formspuren, Fotodokumentation/Bildbearbeitung, Glasuntersuchungen, Handschrift, Informations- und Kommunikationstechnik (IuK), Lichtbildvergleich, Maschinenschrift, Materialuntersuchungen, Schussrückstandsuntersuchungen, Tatortarbeit, Textilkunde, Urkunden, Waffen, Munition und Ballistik.

Akkreditierungen und Konformitätsbewertungs­stellen

Die unbeschränkte Verwertbarkeit von Beweismitteln innerhalb der Europäischen Union ist eine zentrale politische Initiative im Bereich der polizeilichen und justiziellen Zusammen­arbeit in Strafsachen (PJZS) gemäß Art. 67-89 AEUV.

Die Zielstellung der Europäischen Union als Rechtsraum ist es sicher­zustellen, dass die Verwendung von Beweismitteln, die in einem Mitgliedstaat erhoben werden, aber vor einem Gericht in einem anderen Mitgliedstaat verwendet werden sollen, dort anerkannt werden können. Es geht mithin um die „Schaffung eines einheitlichen europäischen kriminal­technischen Raumes und der Entwicklung kriminal­technischer Infra­strukturen in Europa".

Nach dem Rahmen­beschluss vom 30. November 2009 über die Akkreditierung von Anbietern kriminal­technischer Dienste, die Labortätigkeiten durchführen (RB-2009/905/JI) auf Grundlage von Art. 30 Abs. 1 lit. a) und c) und Art. 34 Abs. 2 lit. b) EUV gewährleistet jeder Mitgliedstaat , dass die Anbieter kriminal­technischer Dienste, die Labortätigkeiten in den Bereichen DNA-Profile und daktyloskopische Daten durchführen, von einer nationalen Akkreditierungs­stelle als mit DIN EN ISO/IEC 17025 genügend akkreditiert werden. Dadurch unterliegen alle staatlichen, forensischen Laboratorien einer Akkreditierungs­pflicht in diesem Bereich.

Akkreditierungen in diesem Fachbereich werden auf Basis der DIN EN ISO/IEC 17025 und DIN EN ISO/IEC 17020.

Nutzen der Akkreditierung

Da im Rahmen der kriminalistischen Ermittlung und gerichtlichen Beweisführung den kriminaltechnischen Prüfergebnissen beziehungsweise Gutachten eine immer stärkere Bedeutung zukommt, ist eine kompetente Durchführung von Prüfungen und Inspektionen in diesem Bereich zunehmend wichtiger. Ebenso nimmt die Bedeutung vergleichbarer Qualität von Prüfergebnissen in diesem Bereich aufgrund der zunehmenden internationalen Vernetzung von Datenbanken immer stärker zu.

Ihr Ansprechpartner

Dr. rer. nat. Winfried Link

Fachbereichsverantwortlicher Kriminaltechnik

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