Umgang mit Corona-Pandemie

ISO/IEC 17025: ILAC empfiehlt Verlängerung der Umstellungsfrist

DAkkS begrüßt die Entscheidung
Fachmeldung,

Als Folge der weltweiten Corona-Pandemie regt die internationale Akkreditierungsorganisation International Laboratory Accreditation Cooperation (ILAC) für die revidierte Version der Labornorm ISO/IEC 17025:2017 eine Verlängerung der Umstellungsfrist an. Das zuständige Gremium ILAC AMC empfiehlt eine Verlängerung der Frist vom 30. November 2020 auf den 1. Juni 2021.

In einem dreißigtägigen Abstimmungszeitraum sollen nun die ILAC-Mitglieder über die Empfehlung entscheiden. Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) begrüßt diese Abstimmung und hofft auf ein positives Ergebnis. Eine finale Entscheidung über die Ausweitung der Übergangsfrist durch ILAC wird voraussichtlich im Juni vorliegen.

Aus europäischer Sicht wichtig: Auch bei einem positiven Votum auf internationaler Ebene wird sich der Harmonisierungsstatus der bisherigen Fassung der DIN EN ISO/IEC 17025:2005 innerhalb der Europäischen Union nicht automatisch verlängern. Den Status einer harmonisierten Norm verliert die DIN EN ISO/IEC 17025:2005 nach derzeitigem Stand nach dem 31. Dezember 2020. Auf dieser Norm basierende Akkreditierungen würden im Januar 2021 ihre Gültigkeit verlieren. Es bedarf einer gesonderten Initiative der EU, um den Harmonisierungsstatus der Norm an eine möglicherweise verlängerte Übergangsfrist anzupassen.

Auch bei einer möglichen Verlängerung der Übergangsfrist und einer Anpassung des Harmonisierungsstatus der DIN EN ISO/IEC 17025:2005 durch die Europäische Kommission würden die Zeichen nicht auf Entspannung stehen. Aktuell haben weniger als die Hälfte der Laboratorien ihre Akkreditierung erfolgreich auf die neue Norm umstellen lassen, zahlreiche Stellen befinden sich derzeit noch im Umstellungsprozess und werden in diesen Wochen begutachtet. Die DAkkS rät daher dringend dazu, bereits geplante Begutachtungstermine nicht zu verlegen, um eine rechtzeitige Anpassung sicherzustellen.

Trotz der durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen kommt die DAkkS ihrer Akkreditierungstätigkeit im größtmöglichen Umfang nach und führt derzeit Fernbegutachtungen statt Vor-Ort-Begutachtungen durch.

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